Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, Dieter F. Uchtdorf, den Amtierenden Präsidenten des Kollegiums der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, im Schloss Bellevue in Berlin.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die gemeinsame Überzeugung, dass selbstloser Dienst am Nächsten eine wirksame Möglichkeit ist, Gemeinschaften zu stärken und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Das Treffen fand wenige Tage nach dem ersten bundesweiten „Ehrentag“ statt. Bundespräsident Steinmeier hatte den 23. Mai 2026, den Jahrestag der Verkündung des deutschen Grundgesetzes im Jahr 1949, zu diesem Tag des bürgerschaftlichen Engagements erklärt, um ehrenamtliche Arbeit und gesellschaftliche Verantwortung in Deutschland sichtbar zu würdigen und zu fördern.
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Präsident Uchtdorf betonte, dass ehrenamtlicher Dienst ein grundlegender Bestandteil des Glaubens und Lebens der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist. Anstelle eines Berufsklerus stellen in der Kirche gläubige Mitglieder ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Kraft zur Verfügung, um Gutes zu tun, zu führen und zu lehren, während sie sich bemühen, dem Beispiel Jesu Christi nachzufolgen. Er hob hervor, dass selbstloser Dienst zu den deutlichsten Ausdrucksformen christlicher Nachfolge gehört und Einzelnen wie auch Gemeinschaften hilft, die Liebe Jesu Christi im Alltag sichtbar werden zu lassen.
In Deutschland spiegeln 146 Gemeinden mit mehr als 42.000 Mitgliedern diesen Geist des Dienstes wider. Mehrere Gemeinden beteiligten sich am Ehrentag, indem sie zusammenkamen, um sich für andere einzusetzen. Präsident Uchtdorf brachte seine Wertschätzung für Initiativen zum Ausdruck, die Menschen unterschiedlicher Herkunft dazu ermutigen, durch Mitgefühl, Verantwortung und Dienst einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.
Er verwies auch auf die Lehren der heiligen Schriften, darunter das Buch Mormon und das Alte und Neue Testament, die deutlich machen, dass der Dienst am Nächsten zugleich auch Dienst an Gott ist. Durch solchen Dienst, so Präsident Uchtdorf, können Menschen eine tiefere Beziehung zu Jesus Christus entwickeln.
Bundespräsident Steinmeier äußerte seine Anerkennung für die Fähigkeit der Kirche, insbesondere junge Menschen in Deutschland und darüber hinaus zu engagiertem Dienst zu motivieren und dadurch ihre Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu stärken.
Das Treffen unterstrich die gemeinsame Überzeugung, dass Menschen gestärkt und Gemeinschaften erneuert werden, wenn sie einander mit Mitgefühl, Glauben und Verantwortungsbewusstsein dienen.
Zugleich brachte die Begegnung Präsident Uchtdorfs langjährige Verbundenheit mit Deutschland und seine Dankbarkeit gegenüber dem Land und seinen Menschen zum Ausdruck.
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| Temple Square is always beautiful in the springtime. Gardeners work to prepare the ground for General Conference. © 2012 Intellectual Reserve, Inc. All rights reserved. | 1 / 2 |
Im Rahmen des Treffens überreichte Präsident Uchtdorf dem Bundespräsidenten mehrere Geschenke, die zentrale Glaubensgrundsätze der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage symbolisieren.
Darunter befand sich eine Miniatur-Nachbildung der bekannten Christus-Statue von Bertel Thorvaldsen. Sie unterstreicht die Ausrichtung der Kirche auf Jesus Christus als Mittelpunkt des Glaubens, der Anbetung und der Nachfolge.
Außerdem überreichte Präsident Uchtdorf eine Nachbildung des Salt-Lake-Tempels aus Kristall und sprach eine persönliche Einladung an Bundespräsident Steinmeier aus, im Jahr 2027 an den Tagen der offenen Tür und an den Feierlichkeiten rund um dieses historische Gebäude teilzunehmen.
An dem Treffen nahmen auch Staatssekretärin Dr. Dörte Dinger, Botschafter Wolfgang Silbermann und Elder Michael Cziesla, Generalautorität-Siebziger, teil. Elder Cziesla wird im August Mitglied der Präsidentschaft des Gebiets Europa Mitte.
Präsident Uchtdorf ist bereits mehrfach mit deutschen Bundespräsidenten zusammengetroffen, darunter mit Johannes Rau im Jahr 2003 und mit Joachim Gauck im Jahr 2018.
Fotografien des Treffens werden mit freundlicher Genehmigung des Bundespräsidialamtes der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt und verwendet.