Im März dieses Jahres verstarb der seinerzeitige Bürgermeister der Stadt Freiberg, Dr. rer. nat. Werner Runge. Seine Amtszeit umschließt auch die Zeit der Planung und des Baus des Tempels der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mitte der achtziger Jahre in Freiberg.
Der durch die Regierung bestimmte Ort im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt stand nicht in der Verantwortung der Stadt, aber diese hat die Entscheidung wohlwollend begrüßt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt, daran hatte Dr. Runge erheblichen Anteil.
In Freiberg entstand Mitte der achtziger Jahre ein Zentrum der Kirche nicht nur für Ostdeutschland, sondern für den Ostblock insgesamt. Als erster Tempel hinter dem Eisernen Vorhang erstreckte sich die Einflusszone des Tempels bis Russland, der Ukraine im Osten und über Polens bis nach Bulgarien im Süden. Diese Reputanz verspürte auch Freiberg mit seinem angesehenen Bürgermeister, Dr. Runge.
Als erster Tempel in Deutschland mit diesem Einzugsbereich blieb der Einfluss auf die Stadt nicht ohne positive Folgen für die Kommune. Gemeinsam mit der Stadt konnten die aufkommenden Probleme einvernehmlich bewältigt werden.
Im Interview drückte Dr. Runge seine Dankbarkeit aus, an diesem weitreichenden Ereignis beteiligt gewesen zu sein.
Seiner Gattin, Frau Dr. Monika Runge haben wir unser tiefes Mitgefühl ausgesprochen und erhalten unser Andenken an den förderlichen Einfluss eines Bürgermeisters, der in seiner Zeit zum Wohle aller Bürger seiner Stadt gedient hat.
MRB April, 2026