Interreligiöse Dialoginitiativen vor Ort haben es derzeit nicht leicht. Klamme Kassen in Kommunen und Kirchen setzen Grenzen. Gesellschaftliche Konflikte machen es mühsam, Vertrauen zu gewinnen. Beim sechsten hessischen Landeskongress der Räte der Religionen am Sonntag, dem 31. Mai 2026, tauschten sich Delegierte aus zwölf Städten und Landkreisen in Frankfurt am Main darüber aus, wie der Austausch über Glaubensgrenzen hinweg gelingen kann.
Gemeinsame Jugendtreffen, Friedensgebete, Feste, Konzerte, Kalender mit religiösen Feiertagen und ein Garten der Religionen mit Pflanzen, die in den verschiedenen Traditionen eine wichtige Rolle spielen – viele gelungene Beispiele des Zusammenspiels unterschiedlicher Gemeinschaften kamen am Sonntagnachmittag im Haus am Dom zur Sprache.

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In Frankfurt am Main trafen sich Delegierte interreligiöser Dialoginitiativen zum sechsten hessischen Landeskongress der Räte der Religionen.Mit freundlicher Genehmigung des hessischen Landeskongresses der Räte der Religionen.Räte und Runde Tische der Religionen aus Frankfurt am Main, Fulda, Dietzenbach, Dreieich, Gießen, Hanau, Hofheim am Taunus, Marburg, aus dem Hochtaunuskreis, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Odenwaldkreis sowie aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg hatten Delegierte entsandt. Der gastgebende Frankfurter Rat der Religionen stimmte mit einem multireligiösen Impuls aus hinduistischen, jüdischen und christlichen Perspektiven zum sorgsamen Umgang mit der Natur auf die Tagung ein.
Neben der Beratung in Arbeitsgruppen über Finanzen, Kontakte zu den Kommunen sowie den Umgang mit Konflikten standen Beiträge geladener Gäste auf der Tagesordnung. Katrin Hechler, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend, Soziales, erläuterte, was Räte der Religionen sowie Religionen insgesamt für die Integration leisten. Sie zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Teilnehmenden und meinte, deren Einsatz bilde Vielfalt ab und mache den Wert von Religionen in der Gesellschaft sichtbar. Lydia Saul und Nicole Lauterwald von der Landesarbeitsgemeinschaft Religiöse bei Bündnis 90/Die Grünen und Hessen stellten die Idee eines wechselnden Feiertages vor.
Die ersten beiden hessischen Landeskongresse der Religionen fanden pandemiebedingt virtuell statt. Es folgten jährliche Präsenztreffen in Gießen, Hanau, Fulda und nun in Frankfurt am Main. Der vorläufige Termin für den nächsten Landeskongress ist der 23. Mai 2027. Als Tagungsort ist Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis vorgesehen.
Aktive der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beteiligen sich an interreligiösen Gremien und Initiativen, die in Frankfurt am Main vertreten waren. Unter den Delegierten beim Bundeskongress war auch ein Heiliger der Letzten Tage.