Pressemitteilung

Präsident Uchtdorf trifft deutschen Bundespräsidenten und weiht neue Pfahlzentren in Mitteleuropa

Präsident Dieter F. Uchtdorf und seine Frau Harriet zu Besuch in Österreich, Deutschland und Tschechien.

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Amtierender Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel und begleitet von seiner Frau Harriet, traf während seines jüngsten Besuchs in Mitteleuropa in Berlin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen und weihte neue Pfahlzentren in Salzburg und in Prag.

Der Besuch vereinte Öffentlichkeitsarbeit mit geistigem Dienst und stellte dabei die ehrenamtliche Mitarbeit in Deutschland sowie das Wachstum der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Österreich und der Tschechischen Republik in den Vordergrund. Die Weihung des Pfahlzentrums in Prag war von besonderer Bedeutung, da Präsident Uchtdorf den Pfahl Prag in der Tschechischen Republik – den ersten Pfahl des Landes – im Mai 2016 bereits gegründet hatte.

Am Pfingstwochenenden weihte Präsident Uchtdorf das neue Pfahlzentrum in Salzburg. Er sprach über die Bedeutung dieses christlichen Feiertags und wies auf die Ausgießung des Heiligen Geistes nach der Auferstehung Jesu Christi hin.

„Pfingsten war ein ganz besonderer Tag für die Jünger. Nachdem Jesus Christus gekreuzigt worden war und nach seiner Auferstehung nicht mehr wie zuvor unter ihnen weilte, fühlten sie sich verunsichert und allein. Dann, 50 Tage nach Ostern, an dem Tag, den Christen als Pfingsten feiern, wurde der Heilige Geist über sie ausgegossen. Er segnete und leitete sie für die vor ihnen liegende Aufgabe.“

Präsident Uchtdorf erinnerte sich auch an einen früheren Besuch in Salzburg und berichtete von einer Reise von Elder Joseph B. Wirthlin vom Kollegium der Zwölf Apostel im Jahr 1997, der dort bereits 1937 als junger Missionar gedient hatte. Präsident Uchtdorf, damals Mitglied der Gebietspräsidentschaft, begleitete Elder Wirthlin 1997 bei dessen Besuch in Salzburg.

David Roth, Präsident des Pfahles Salzburg, sprach über seine Eindrücke zum Besuch von Präsident Uchtdorf. „Was mich am meisten berührt, ist die menschliche Nähe, die er ausstrahlt, da er den Mitgliedern und Freunden der Kirche auf Augenhöhe begegnet.“

In Dresden trafen Präsident Uchtdorf und seine Frau mit langjährigen Mitgliedern der Kirche zusammen, die davon berichteten, wie sie das Evangelium kennengelernt hatten, trotz Widrigkeiten treu geblieben waren und zum Aufbau der Kirche in Mitteleuropa beigetragen hatten.

Durch den Austausch wurde die Widerstandskraft der frühen Mitglieder in der Region und die Grundlage, die sie für spätere Generationen geschaffen haben.

Während seines Aufenthalts in Dresden kam Präsident Uchtdorf auch mit Missionaren zusammen, die in der Region tätig sind, und sprach auf Deutsch zu ihnen.

Präsident Uchtdorf erklärte ihnen, dass sie mit ihrem Dienst dem Beispiel des Erretters folgen, und führte diesen Gedanken in Bezug auf die Lehre weiter aus:

„Zu Beginn Ihrer Mission haben Sie sich gemeldet. Damit meinten Sie: ‚Herr, sende mich.‘ Und wenn man darüber nachdenkt, ähnelt das sehr dem, was uns im Erlösungsplan vermittelt wird, als eine Person vor diesem irdischen Leben sagte: ‚Sende mich.‘“, so Präsident Uchtdorf.

„Und das verbindet Sie auf besondere Weise mit demjenigen, dem wir dienen, nämlich Jesus Christus.“ 

Harriet Uchtdorf sprach auch über ihr eigenes Leben und ihre Bekehrung und hielt die Missionare dazu an, auf die Führung des Herrn zu vertrauen, auch wenn das Leben einen unerwarteten Verlauf nimmt:

„Ich komme aus Deutschland. Ich bin in Deutschland geboren. Jetzt lebe ich in Amerika. Eines Tages war ich dann die Frau eines Apostels. All das beweist, dass im Leben absolut alles passieren kann – Wendungen, die man sich nie hätte vorstellen können. Wenn wir Pläne schmieden, habe ich manchmal das Gefühl, dass der Herr nur lächelt und sagt: ‚Warte nur ab. Ich habe etwas ganz anderes im Sinn.‘“

Am 28. Mai 2026 traf Präsident Uchtdorf mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, zusammen.

Während des Treffens sprachen sie über den Wert des Dienens und der ehrenamtlichen Arbeit für den Einzelnen, die Gesellschaft und die Demokratie. Präsident Uchtdorf betonte, dass der Dienst am Nächsten ein zentraler Glaubensgrundsatz der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sei, und zitierte Mosia 2:17 aus dem Buch Mormon: „Wenn ihr euren Mitmenschen dient, dann dient ihr eurem Gott.“

Nach dem Treffen bedankte sich Präsident Uchtdorf für das Gespräch und verwies auf Präsident Steinmeiers jüngste Initiative, das ehrenamtliche Engagement in Deutschland zu würdigen:

„Ich bin so dankbar für das Wissen und die Ideen eines Mannes, der erst vor wenigen Tagen einen neuen Plan für die Bürger Deutschlands auf den Weg gebracht hat, um ehrenamtliches Engagement zu würdigen. … Er bedankte sich für die Bereitschaft der Kirche, sich ehrenamtlich einzubringen.“

Am Ende der Reise besuchte Präsident Uchtdorf noch Prag, wo er ein neues Pfahlzentrum für die Mitglieder der Kirche in der Tschechischen Republik weihte. Dieses Ereignis war von besonderer Bedeutung, da Präsident Uchtdorf im heutigen Tschechien geboren wurde.

Die Mitglieder verwiesen auf die lange Geschichte der Kirche in der Tschechischen Republik, angefangen von der Ankunft der ersten Missionare im 19. Jahrhundert bis hin zu den Einschränkungen zu anderen Zeiten. Das neue Gebäude wird sowohl als Ort der Gottesverehrung als auch als Zentrum für Unterweisung, Familienforschung und gemeinschaftliche Aktivitäten dienen.

Für viele steht das neue Gebäude für mehr Sichtbarkeit und das stetige Wachstum einer heranreifenden Glaubensgemeinschaft.

„Wenn Sie heute die Karte öffnen, sehen Sie dort die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. In unserem Land kennen die Menschen die Kirche nicht wirklich", erzählte Miroslav Novotny, der eigens aus diesem Anlass 100 Kilometer angereist war. „Ich denke, es ist wichtig, gesehen und bekannter zu werden.“

Während seines gesamten Besuchs legte Präsident Uchtdorf besonderen Wert auf den Glauben an Jesus Christus, die Einigkeit und den Dienst am Nächsten, während die Mitglieder vor Ort die Weihungen und Versammlungen als bedeutende Meilensteine für die Kirche in Mitteleuropa bezeichneten.