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Mitteilung für Mitglieder

Präsident Dallin H. Oaks nennt vier Möglichkeiten, wie man Jesus Christus näherkommen kann

Bei einer Andacht an der BYU ruft der Prophet zu Glauben, Demut, dem Suchen von vertrauenswürdiger Hilfe und zu Geduld inmitten geistiger Herausforderungen auf

In einer Rede an der Brigham-Young-Universität (BYU) – seiner ersten öffentlichen Rede als Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – nannte Dallin H. Oaks vier Möglichkeiten, wie man Jesus Christus näherkommen kann.

Bei der wöchentlich abgehaltenen Andacht auf dem Campus am Dienstag, dem 10. Februar 2026, hob Präsident Oaks zunächst eine bekannte Ermahnung hervor, die sein Vorgänger, Präsident Russell M. Nelson, im April 2018 ausgesprochen hatte.

Präsident Nelson hatte erklärt: „Es wird in künftigen Tagen nicht möglich sein, ohne den führenden, leitenden, tröstenden und steten Einfluss des Heiligen Geistes geistig zu überleben.“

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„Ich denke, ich muss [diese] Warnung noch einmal betonen“, so Präsident Oaks. „Ihr [lebt] in einer Zeit …, in der der Widersacher so erfolgreich darin geworden ist, die Wahrheit zu verschleiern, dass ihr getäuscht werdet, wenn ihr den Heiligen Geist nicht bei euch habt. Viele Hindernisse liegen vor uns. Es wird viele Ablenkungen geben. Selbst aktive Mitglieder haben manchmal Bedenken wegen einiger Fragen zur Geschichte, zur Lehre oder zu gesellschaftlichen Aspekten, die mit der Kirche verknüpft sind.“

Um allen Heiligen der Letzten Tage zu helfen, „gegenwärtige oder zukünftige Zweifel zu überwinden“, nannte Präsident Oaks, Prophet und ehemaliger Präsident der BYU (1971–1980), vier einfache Maßnahmen, die ihnen helfen können, dem Erretter näherzukommen.

  1. Stärkt euren Glauben an den Herrn.
  2. Werdet demütiger.
  3. Sucht euch Hilfe von anderen.
  4. Seid geduldig.

„Was für Zweifel es auch sein mögen: Der Weg, sie zu überwinden, besteht darin, unserem Erretter Jesus Christus näherzukommen. Immer wieder hat er uns erklärt, dass er der Weg ist“, so Präsident Oaks.

Stärkt euren Glauben

Präsident Oaks rief die Heiligen der Letzten Tage auf, Glauben an Gott und an die Mission seines Sohnes Jesus Christus zu entwickeln.

„Starker Glaube erfordert mehr als ein starkes Verlangen“, erklärte er. „Es bedeutet, jeden Tag zu beten und in den heiligen Schriften zu lesen, einen Schritt nach dem anderen. Wir können uns den Grundsätzen im ersten Glaubensartikel noch stärker verpflichten.“

Weiter sagte der Prophet: „Diese Grundsätze verankern unseren Glauben in Gott und sie halten uns verankert in der Wahrheit des Evangeliums und im beispielhaften Dienst unseres Erretters an unseren Mitmenschen.“

Werdet demütiger

Demut sei entscheidend, erklärte Präsident Oaks, denn „wenn wir demütig sind, können wir die Stimme des Herrn deutlicher hören“. Dem fügte er hinzu: „Achtet auf die Bedürfnisse anderer, dann wird die Demut folgen.“

Präsident Oaks wies auf Worte von Präsident Ezra Taft Benson und Präsident Spencer W. Kimball hin und sprach darüber, wie wichtig es sei, belehrbar zu sein und sich Gottes Willen zu unterwerfen.

„Demut ist eines der machtvollen Gebote, die uns auf unserer Reise durchs Erdenleben als Richtschnur gegeben wurden. Sie bereitet uns auf die vorgesehene Begegnung mit unserem Erretter und Erlöser Jesus Christus vor“, so Präsident Oaks.

„Hütet euch davor, euch ablenken zu lassen“, ergänzte er.

Diejenigen, die aufgrund von etwas, was sie erfahren haben, im Glauben wanken oder der Kirche den Rücken gekehrt haben, forderte Präsident Oaks zu „Demut, Glauben und Vertrauen in den Herrn“ auf.

„Eure prophetischen Führer machen sich große Sorgen um diejenigen, deren Glaube schwindet und deren Aktivität in der wiederhergestellten Kirche nachlässt“, erklärte er. Wir haben euch alle lieb, Jung und Alt, Männer und Frauen. Der Herr tut das ebenfalls! Gott bemüht sich voller Liebe um euch und ist dabei unermüdlich. Haltet die Gebote und seid den Bündnissen treu, die so viele von euch eingegangen sind, damit sie euch auf dem Weg der Bündnisse Orientierung geben. Lasst niemals zu, dass eure weltliche Bildung euren Horizont einschränkt.“

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Sucht Hilfe von anderen gut informierten Gläubigen

In Bezug auf die „Fülle an Spekulationen und Fehlinformationen … in Podcasts und in den sozialen Medien“ forderte Präsident Oaks die Heiligen auf, ihre „Bedenken mit gläubigen, gut informierten Freunden“ zu besprechen, und „diese Bedenken stets dem Herrn vor[zutragen]".

Sodann erzählte er von einem Erlebnis eines Pfahlpräsidenten auf dem Campus der BYU. Ein junger Mann hatte diesem örtlichen Führer gesagt, er werde die Kirche verlassen.

„Überrascht begann der Pfahlpräsident sofort, tiefschürfend Zeugnis für das Evangelium abzulegen, das ihm so viel Freude, Frieden und Inspiration gebracht hatte“, so Präsident Oaks. „Der junge Mann saß fassungslos da, starrte ihn mit Tränen in den Augen an und sagte: ‚Ich habe seit Monaten niemanden mehr so reden hören. Ich habe Zeit mit Freunden verbracht, die nicht glauben.‘“

Das Fazit daraus, so der Prophet, sei, „Umgebt euch mit Menschen, die glauben.“ Außerdem rief er die Heiligen der Letzten Tage auf, den wöchentlichen Gottesdienst zu besuchen und es zur Priorität zu machen, regelmäßigen ins Haus des Herrn zu gehen.

Seid geduldig

Abschließend forderte Präsident Oaks die Menschen auf, in Bezug auf ihre geistige Entwicklung Geduld zu haben.

„Zweifel zu überwinden – Konflikte zwischen den wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und den manchmal unvollständigen Religionslehren zu lösen, kann langwierig sein, so wie man Glauben aufbaut oder sich Demut aneignet“, sagte er.

In der Zwischenzeit, so der Prophet, sollten wir uns auf andere konzentrieren.

Wir sollten uns „mit dem Dienen beschäftigen", führte er aus. „Immer wieder hat Jesus gelehrt und gezeigt, welche Macht im Dienst am Nächsten liegt.“