
Vom 29. bis 31. Mai kamen rund 1500 junge Erwachsene aus 24 Ländern in Lancashire in England zur ersten „One-by-One“-Tagung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zusammen. Es war die größte Veranstaltung dieser Art für junge Erwachsene in Europa.
Drei Tage lang nahmen die Teilnehmer an Dienstprojekten, Andachten und Seminaren teil, besuchten den Tempel, trieben Sport, nahmen an Aktivitäten, die die Gemeinschaft fördern, teil und konnten dauerhafte Freundschaften mit anderen jungen Erwachsenen aus ganz Europa schließen. Bei der Tagung fanden zwei besondere Andachten mit Elder Clark G. Gilbert vom Kollegium der Zwölf Apostel statt.
| Temple Square is always beautiful in the springtime. Gardeners work to prepare the ground for General Conference. © 2012 Intellectual Reserve, Inc. All rights reserved. | 1 / 2 |
Unter dem Motto „One-by-One“ (wörtlich: Einer nach dem anderen) fand die diesjährige Tagung am Preston-Tempel sowie im Stadion des FC Burnley statt. Mit dem Motto sollte der Einzelne im Gebiet Europa Nord stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, also etwa wie man selbst Christus nachfolgen kann, sich darauf vorbereitet, die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen, und auch anderen Menschen hilft, den Weg der Bündnisse zu gehen. Es hebt auch hervor, dass man einen jeden als geliebtes Kind Gottes betrachten soll, das wertvoll ist und über göttliches Potenzial verfügt. Die praktische Umsetzung dieses Mottos war das ganze Wochenende lang spürbar.

Von Anfang an den Tempel in den Mittelpunkt stellen
Ein Höhepunkt war für viele Teilnehmer die gemeinsame Gottesverehrung im Preston-Tempel in Chorley. Der Tempel erinnerte die jungen Erwachsenen, die aus 24 Ländern angereist waren, an den Glauben, der sie trotz unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Lebensumstände eint.
„Gemeinsam im Tempel zu sein, hatte etwas wirklich Machtvolles“, sagte Conor Hughes, ein junger Erwachsener aus Chorley. Er fügte hinzu: „Trotz unserer unterschiedlichen Kulturen und Lebensumstände fühlte es sich an, als wären wir alle Teil einer Familie mit den gleichen Zielen. Ich wurde daran erinnert, dass Gott uns alle gleichermaßen liebt.“
Für Kai Corre aus Bedford trug der gemeinsame Gottesdienst zu Beginn der Tagung dazu bei, für das ganze Wochenende den Rahmen zu setzen und den Geist der Einigkeit zu fördern.
„Die Andacht im Tempel und die engen Beziehungen, die wir dort aufbauen konnten, wirkten sich auf jeden Fall auf die Aktivitäten am Samstag und den Rest der Tagung aus“, sagte er.

Im Glauben und Dienen vereint
Am Samstag versammelten sich junge Erwachsene im Stadion des FC Burnley, einem der bekanntesten Fußballvereine Englands. Den ganzen Tag über arbeiteten die Teilnehmer Seite an Seite bei Dienstprojekten zur Unterstützung örtlicher Wohltätigkeitsorganisationen, nahmen an Aktivitäten, die die Gemeinschaft fördern, teil und versammelten sich für eine Andacht mit Elder Clark G. Gilbert.
Über das Stadion verteilt packten die Teilnehmer in verschiedenen Gruppen Lebensmittelpakete für die Tafel der Initiative „Burnley Football Club in the Community“ und stellten mehr als 1500 Hygienepäckchen für die Organisation „Lancashire Women und Safenet“ zusammen. Diese Organisationen bieten praktische Unterstützung für Einzelpersonen und Familien, die in Not sind, einschließlich Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Für Rose aus Newcastle-under-Lyme hat das Dienstprojekt gezeigt, wie schnell gute Freundschaften entstehen können, wenn Menschen zusammenkommen, um Bedürftigen zu helfen.
„Es ist erstaunlich, dass man mit Menschen zusammenkommen kann, die man nicht kennt, und schnell so starke Verbindungen aufbaut, weil man anderen Menschen dient“, sagte sie. „Unsere Gruppe bestand aus etwa zehn Leuten und ich kannte nur ein paar von ihnen, aber am Ende fühlte es sich völlig anders an.“
Sie sagte weiter: „Es ist toll, mit Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern zusammen zu sein und zu arbeiten, die alle das gleiche Ziel haben.“
Im Anschluss an das Dienstprojekt begaben die jungen Erwachsenen sich auf das Spielfeld des FC Burnley. Das Stadion, in dem normalerweise Weltklasse-Fußballer spielen, war an diesem Nachmittag Schauplatz für Aktivitäten, die die Gemeinschaft fördern, Sport und spielerische Wettkämpfe. Vom Rollschuhlaufen bis zum Axtwerfen (mit weichen Äxten), nutzten die jungen Erwachsenen die Zeit, ihre Komfortzone zu verlassen, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu festigen, die sie während des Wochenendes geschlossen hatten.
Madeline, eine junge Erwachsene aus London, sagte: „Obwohl ich normalerweise nicht viel auf Tagungen gehe, hatte ich heute viel Spaß. Es entsteht eine ganz besondere Energie, wenn man in einem Stadion voller Leute mit ähnlichen Werten ist. Ich konnte mich mit so vielen Freunden von früher, aus verschiedenen Phasen meines Lebens, austauschen und lernte neue Leute von überall her kennen, von Galway bis Peru. … Anderen zu helfen, als Gemeinschaft zusammenzuwachsen und zu Musik aus den frühen 2000ern zu feiern – das macht einen Heiligen der Letzten Tage aus!“
Für viele Teilnehmer war es sehr besonders, zu sehen, wie viele junge Erwachsene an der Tagung teilnahmen und andere zu treffen, die ihren Glauben und ihre Werte teilten. Isabella aus Limerick in Irland sagte: „Es ist großartig, ich habe nicht mit so vielen Leuten gerechnet! Es ist toll, mit so vielen Menschen hier zu sein und zu wissen, dass so viele Gleichaltrige dieselben Grundsätze haben wie ich.“
„Denkt an eure göttliche Identität“, ermutigte Elder Gilbert.
Elder Clark G. Gilbert vom Kollegium der Zwölf Apostel schloss sich den jungen Erwachsenen am Samstagabend im Stadion des FC Burnley an. Er bat mehrere der Organisatoren und Teilnehmer der JE-Tagung, von ihren Erfahrungen zu berichten. Er selbst betonte den Geist der Einigkeit, des Dienens und der Zugehörigkeit, der die Tagung geprägt hatte.
Elder Gilbert sprach über einen Ratschlag von Präsident Russell M. Nelson und forderte die Anwesenden auf, an ihre göttliche Identität zu denken und daran, welche Rolle sie bei den wichtigsten Entscheidungen des Lebens spielt.
„Was uns alle eint, ist, dass jeder hier, jeder Einzelne hier, ein Kind Gottes ist“, sagte er. „Jeder Einzelne hier kann ein Kind des Bundes sein, und jeder von uns kann danach streben, ein Jünger Jesu Christi zu sein.“
Elder Gilbert sprach über den Anblick von 1500 jungen Erwachsenen aus ganz Europa und merkte an, dass die Teilnehmer zwar aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Lebensumständen kommen, sie jedoch durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus vereint sind.
Er sprach über Präsident Nelsons Ansprache „Entscheidungen für die Ewigkeit“ und sagte dazu, dass das Wissen um die eigene göttliche Identität dem Leben Führung und einen Sinn gibt. „Viele Entscheidungen fallen euch leichter, wenn ihr wisst, wer ihr seid“, sagte er.
Er bat die jungen Erwachsenen, daran zu denken, dass sie sich in Bezug auf Bildung, Politik oder persönliche Interessen mit der Zeit verändern können, dass aber ihre Identität als Kind Gottes, als Kind des Bundes und als Jünger Jesu Christi eine dauerhafte Grundlage darstellt.
Wie Elder Gilbert feststellte, war das, was uns zusammenbringt, nicht der Herkunftsort, sonder der gemeinsame Glaube und die gemeinsamen Grundsätze.
Alan Pace, Vorsitzender des FC Burnley, dankte den jungen Erwachsenen für ihre Unterstützung der Organisationen vor Ort und ermutigte sie, ihren Zielen und ihrem Glauben ihr Leben lang treu zu bleiben.
„Bitte tut alles, was ihr könnt, um eure Träume zu leben“, sagte er. „Denn solche Dinge entstehen dadurch, dass man diese Träume lebt.“
Pace griff auf eine Erfahrung aus seiner eigenen Jugend zurück und verglich das Leben und die Nachfolge Christi mit dem Bergsteigen: „Als Kind stellte ich fest, dass ich Bergsteigen sehr mochte. Auf dem Weg zum Gipfel hielt ich oft an, weil ich mir nicht sicher war, ob ich all die Anstrengungen unternehmen wollte, die erforderlich sind, um zum Gipfel zu kommen. Manchmal ermunterten mich meine Führer, und zeigten mir, dass ich diesen Weg doch noch weitergehen wollte. Ihr habt [dieses Wochenende] die Gelegenheit, einem Apostel des Herrn zuzuhören, der euch ermutigt, auf dem Weg zu bleiben, der euch zum Vater im Himmel zurückführt. Nehmt euch diese Worte zu Herzen. Er ist davon fest überzeugt. Der Vater im Himmel möchte jeden einzelnen von euch wieder bei sich haben.“
One-by-One: Den Wert eines jeden Kindes Gottes erkennen
Ein besonderes Merkmal der Tagung war, dass die jungen Erwachsenen selbst maßgeblich zur Planung und Durchführung der Veranstaltung beitrugen. Dutzende freiwillige Helfer verbrachten unzählige Stunden damit, Aktivitäten zu organisieren, die Logistik zu koordinieren und Gelegenheiten zu schaffen, damit andere zusammenkommen, Gott verehren und dienen konnten.
„Am meisten hat mich beeindruckt, dass junge Erwachsene die Tagung nicht nur besuchen, sondern auch leiten“, so Elder Scott Spencer, ein Gebietssiebziger, der für die JE-Tagungen im Gebiet Europa Nord zuständig ist. „Dutzende junge Erwachsene haben unzählige Stunden ehrenamtlich mit der Planung, Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung verbracht, um anderen die Möglichkeit zu geben, ihren Glauben zu stärken, Freundschaften aufzubauen und das Gefühl zu haben dazuzugehören.“
Er sagte außerdem: „Ich glaube, viele werden mit größerem Vertrauen in ihre Beziehung zu Jesus Christus und in ihre Fähigkeit, anderen ein Segen zu sein, nach Hause gehen.“
Laut Emma Wade, Gebietsberaterin der Organisationen im Gebiet Europa Nord, war einer der beeindruckendsten Aspekte der Tagung, dass junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern und Lebensumständen im Glauben vereint zusammenkamen.
„Sie haben gemeinsam Gott verehrt, gemeinsam gedient und über nationale, kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg Freundschaften geschlossen“, sagte sie. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Glaube an Jesus Christus die Macht hat, Menschen zu vereinen und ihr Leben nachhaltig positiv zu beeinflussen.“
Elder Alan Phillips von der Gebietspräsidentschaft Europa Nord sagte, die jungen Erwachsenen seien die Zukunft der Kirche in Europa. „Ich habe jahrelang mit ihnen bei FSY zusammengearbeitet und habe das aus erster Hand gesehen. Sie führen, unterweisen, dienen und begleiten auf eine Weise, wie wir es noch nie erlebt haben. Viele haben eine Mission erfüllt und sind bereit, die Kirche heute zu führen.“
„Wir fordern die Führungsverantwortlichen in Gemeinde und Pfahl auf, ihr Potenzial zu erkennen. Wenn Sie sehen könnten, was wir dieses Wochenende gesehen haben, würden Sie die jungen Erwachsenen an die vorderste Front dieses großartigen Werks stellen. Wir brauchen sie in Bischofschaften, FHV-Präsidentschaften und Pfahlräten.“
Über die Tagung sagte Elder Phillips: „Wir haben an diesem Wochenende eine bemerkenswerte Generation junger Erwachsener gesehen, die sich für Glauben, Dienst am Nächsten und die Nachfolge Christi entschieden haben. Die Freundschaften, die geschlossen wurden, der Dienst und die gemeinsamen geistigen Erlebnisse bleiben auch lange nach Ende der Tagung bestehen. Wir hoffen, dass diese jungen Erwachsenen gestärkt in ihrer Hingabe an Jesus Christus nach Hause zurückkehren und inspiriert sind, ihrer Familie, ihrer Gemeinde und ihrem Umfeld ein Segen zu sein: einer nach dem anderen.“
Vom Preston-Tempel in England bis hin zum FC Burnley spiegelte die Tagung ihr zentrales Thema wider: One-by-One: Jeder Mensch ist ein geliebtes Kind Gottes mit göttlichem Potenzial und dauerhafte Veränderungen beginnen oft damit, dass ein Einzelner im Glauben handelt und anderen dient.