Um das Lehren und Lernen in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu verbessern, hat die Erste Präsidentschaft den Kreis derer erweitert, die die Sonntagsschule leiten können. Die Gemeinde-Sonntagsschulpräsidentschaft kann nun entweder ausschließlich aus Frauen oder ausschließlich aus Männern bestehen.
„Die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel haben mit sofortiger Wirkung festgelegt, dass der Bischof einen Mann oder eine Frau als Gemeinde-Sonntagsschulpräsident oder -präsidentin berufen kann“, teilte die Erste Präsidentschaft am Donnerstag, dem 18. März 2026, in einem Schreiben an die Führungsverantwortlichen der Kirche in aller Welt mit. „Wenn ein Mann als Sonntagsschulpräsident berufen wird, muss er das Melchisedekische Priestertum tragen, und seine Ratgeber und der Sekretär müssen männliche Mitglieder der Gemeinde sein. Wenn eine Frau als Sonntagsschulpräsidentin berufen wird, müssen ihre Ratgeberinnen und die Sekretärin weibliche Mitglieder der Gemeinde sein.“
Die Erste Präsidentschaft hat zudem erklärt, dass die örtlichen Führer „sich bei der Entscheidung, wer berufen werden soll, um Führung durch den Geist bemühen“ sollen.
„In jeder Gemeinde kann die Sonntagsschulpräsidentschaft mal aus Männern, mal aus Frauen bestehen, je nach den Gegebenheiten in der Einheit und der Inspiration an ihre Führer“, hieß es weiter.
In der Aktualisierung des Allgemeinen Handbuchs der Kirche vom 18. März wurde diese Anpassung berücksichtigt.
„Diese wichtige Änderung gibt der Bischofschaft zusätzliche Möglichkeiten, wenn sie gebeterfüllt darüber nachdenkt, wer in ihrer Gemeinde bei den Bemühungen, zu lehren und zu lernen, die Leitung übernehmen soll“, so Paul V. Johnson, Präsident der Sonntagsschule der Kirche. „Als wir 2024 als Leiter der Sonntagsschule der Kirche berufen wurden, hat die Erste Präsidentschaft uns – wie sie es auch bei früheren Präsidentschaften getan hat – den Auftrag erteilt, das Lehren und Lernen in der Kirche zu verbessern. Es gibt viele fähige Frauen und Männer, die in der Lage sind, den Evangeliumsunterricht zu stärken und das geistige Wachstum zu fördern.“
Die Aufgabe der Gemeinde-Sonntagsschulpräsidentschaft ändert sich nicht. Die Sonntagsschulpräsidentschaft jeder Gemeinde (ein Präsident oder eine Präsidentin und bei Bedarf zwei Ratgeber oder Ratgeberinnen und ein Sekretär oder eine Sekretärin) hilft den Mitgliedern, das Evangelium Jesu Christi zu lernen, zu leben und zu lehren. Der Pfahl-Sonntagsschulpräsident ist nach wie vor Träger des Melchisedekischen Priestertums und Mitglied des Hoherats.
Die Mitglieder der Kirche absolvieren derzeit ein weiteres Jahr des Lehrens und Lernens, und Sara Daniela Acosta, Mitglied des Sonntagsschulbeirats der Kirche, hob in diesem Zusammenhang die geistigen Vorteile dieser Anpassung hervor.
Schwester Acosta, eine Kanadierin, die in Provo in Utah lebt und an der Missionarsschule in Provo Sprachunterricht gibt, betonte: „Ganz gleich, ob sie aus Männern oder Frauen besteht – die Sonntagsschulpräsidentschaft hilft den Mitgliedern auch weiterhin, gemeinsam zu lernen, einander zu unterweisen, im Glauben zu wachsen und ihrem Erretter näherzukommen.“
Mithilfe des Materials aus dem Lehrplan „Komm und folge mir nach!“ zum Alten Testament für das Jahr 2026 können die Mitglieder täglich das Evangelium lehren und lernen.
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Die Aktualisierung des Allgemeinen Handbuchs der Kirche, die im März 2026 auf Weisung der Ersten Präsidentschaft erstellt wurde, enthält mehrere Anpassungen.
Hier einige davon:
- überarbeitete Formulierungen, in denen die zentrale Bedeutung der heiligen Handlungen und Bündnisse in Gottes Werk der Errettung und Erhöhung hervorgehoben wird (Kapitel 1)
- Aktualisierung der Angaben zur Berufung einer GemeindeSonntagsschulpräsidentschaft, insbesondere dass diese entweder ausschließlich aus Männern oder ausschließlich aus Frauen besteht (13.2.2.1)
- ein neuer Abschnitt über den Schutz der Erde (38.8.6)
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